Tödlicher Zusammenprall
Der bis heute tragischste Sportunfall im Weserstadion ereignete sich gleich in der zweiten Saison der neu gegründeten Oberliga Nord. Der SV Werder Bremen traf, angeführt von Kapitän Ackerschott, am 13. Februar 1949, auf Eintracht Braunschweig. Nach einer guten halben Stunde hatte Werder-Stürmer Horst Gernhardt die Gästeführung ausgeglichen.
„Kurz vor der Pause war Gernhardt auf halbrechter Position wieder auf und davon, Keil versuchte ihn vergeblich zu stoppen und Fähland stürzte dem Bremer Mittelstürmer entgegen“, berichtet der Weser-Kurier einen Tag später. „Es gab einen schweren Zusammenprall, der Gernhardt und Fähland zu Boden riss, während das Leder haarscharf am Pfosten vorbeisauste. Beide Spieler mussten verletzt vom Platz, aber Gernhardt kam nach der Pause wieder, während Fähland ins Krankenhaus gebracht werden musste.“
Fahnen auf Halbmast
Dort erlag der 21-jährige Braunschweiger Torwart in den frühen Morgenstunden des 20. Februar 1949 seinen schweren inneren Verletzungen. Am Nachmittag traten die Braunschweiger beim HSV am Hamburger Rothenbaum an, während Werder zu Hause Holstein Kiel empfing. Auf beiden Plätzen wehten die Fahnen auf Halbmast. Bei seiner Beerdigung trugen Gustav Fählands Mitspieler den Sarg.
Werders Stürmer Horst Gernhardt hat unter diesem Vorfall sehr gelitten und ihn damit erklärt, dass er den Braunschweiger Torwart gar nicht habe kommen sehen. Der Grund dafür war höchstwahrscheinlich, dass er auf einem Auge aufgrund einer Kriegsverletzung blind war.