Eine Halbzeit hat 32 Minuten

Die Werder-Spieler hatten sich an diesem 13. Spieltag der Saison 1975/76 schon vorher über das auffallend lockere Benehmen des Schiedsrichters gewundert. Aber als Wolf-Dieter Ahlenfelder schon nach 32 Minuten zur Halbzeit pfiff, war das Erstaunen dennoch groß. "Herr Schiedsrichter, mein Trikot ist noch gar nicht nassgeschwitzt - es kann noch nicht Halbzeit sein!", rief Werder-Spieler Horst-Dieter Höttges dem Schiri zu.  

(Bild: IMAGO)

Beistand vom Präsidenten 

Nach Intervention des Linienrichters setzte Ahlenfelder das Spiel dann mit Schiedsrichter-Ball fort. Die zweite Halbzeit des Spiels gegen Hannover 96 ging ohne Zwischenfälle über die Bühne. Er habe sich beim Mittagessen „ein, zwei Pilsken" und einen Malteser gegönnt, erklärte Ahlenfelder anschließend gegenüber Journalisten. Dies war erst sein dritter Einsatz in der Bundesliga – dass noch 103 folgten hatte er unter anderem Werder-Präsident Franz Böhmert zu verdanken. "Wir wollen diesem sympathischen Schiedsrichter nicht die Karriere ruinieren“, schrieb er an den DFB. 

Eine Halbzeit hat 32 Minuten

i

Herzlich Willkommen

100 Jahre Weserstadion - Tauche ein in ein bewegtes Jahrhundert voller großer Sportmomente, magischer Nächte und einzigartiger Atmosphäre.