Die defekte Muffe

Freitagabend, Flutlicht, ausverkauftes Haus, Live-Übertragung im Free-TV - alles war bereitet für eine großen Abend. Werder Bremen hatte am 6. August 2004 als amtierender Deutscher Meister die Ehre, die Saison zu eröffnen. Und dann ging nichts mehr. Der Rasen wurde anfangs noch vom Flutlicht erleuchtet, aber der Rest des Stadions lag komplett im Dunkel: Stromausfall, für 66 zähe Minuten, die sich die Fans unter anderem mit einer La Ola verkürzten. Werder bezwang Schalke 04 zwar mit 1:0, aber das ging in der Berichterstattung fast unter.  

(Bild: Nordphoto)

Baggerfahrer traf keine Schuld 

Am Tag darauf erklärte der zuständige Energieversorger, dass die Ursache für den kuriosesten Bundesliga-Start aller Zeiten in einer defekten Muffe des Hochspannungskabels „Carola“ auf dem Gelände des Klinikums an der Bremer St. Jürgen-Straße lag. Werders Geschäftsführer Manfred Müller sagte: „Mit der Aussage des Energieversorgers sind alle Baggerfahrer der Region rehabilitiert.“ Der Werderaner spielte damit auf das Gerücht an, dass der Stromausfall durch Baggerarbeiten entstanden sein sollte. 

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