Pico Schütz
Der Bodenständige
Wenn man den Namen einer der größten Werder-Legenden in alten Mannschaftsaufstellungen sucht, kommen leicht Irritationen auf. Einen Pico Schütz wird man dort nicht finden und dass Werders Rekord-Spieler eigentlich Arnold hieß, weiß kaum jemand. „Pico“ ist immer noch der Inbegriff von Bodenständigkeit und Fairness in Grün-Weiß. Seine bis heute anhaltende Beliebtheit beweist, wie wichtig diese Werte für die Werder-Fans sind. Natürlich haben auch seine größten sportlichen Momente zu seinem Ruhm beigetragen: 1961 war Pico Schütz Teil der Mannschaft, die das erste Mal deutscher Pokalsieger wurde, 1965 führte er diese als Kapitän zur ersten Deutschen Meisterschaft.
Ehren-Platz im Heimatquartier
Das Kicken hatte der Allrounder, der auf verschiedenen Positionen glänzte, in seinem Heimatverein TuS Walle gelernt und dort als Junior erste Erfolge gesammelt. In seiner Debüt-Saison 1958/59 bei Werder Bremer erzielte er in der Oberliga 14 Tore. Obwohl er bei Einführung der Bundesliga schon 28 Jahre alt war, kam er bis 1972 auf 253 Spiele in der höchsten Spielklasse und erzielte dabei 69 Tore. Während seiner ganzen Laufbahn arbeitet er im Bremer Hafen als Küper (Qualitätsprüfer eintreffender Waren) weiter. Pico Schütz starb 2015 im Alter von 80 Jahren. Seit Februar 2020 ist im Bremer Ortsteil Osterfeuerberg ein Platz nach ihm benannt. Selbstverständlich heißt er Pico – und nicht Arnold-Schütz-Platz.