Dragomir Ilic
Der serbische Panther
Bernard, Burdenski, Reck – Werder Bremen hat eine stolze Riege an Torwartlegenden aufzuweisen. Ein Name, der heute fast vergessen ist, steht für das spannendste Kapitel in Werders Keeper-Historie. Die Geschichte von Dragomir Ilic hat einen bemerkenswerten Anfang und ein besonderes Ende. Dazwischen liegen über 500 Spiele für Werder.
Es begann am zweiten Weihnachtstag 1948 mit einem Freundschaftsspiel gegen die „Weißen Adler“ aus Osnabrück. Dass Werder nicht höher als 3:1 gewann, lag am Torwart des Gastes, dessen Auswahl überwiegend aus serbischen Soldaten bestand. Dragomir Ilic war wie viele von ihnen während des zweiten Weltkriegs in deutsche Gefangenschaft geraten und nach der Befreiung hier geblieben. Werder-Manager Hansi Wolff ergriff die Chance, den gerade abgewanderten Stammtorwart Karl-Heinz Höger hochkarätig zu ersetzen. Schon im Januar 1949 kam Ilic zum Oberliga-Debut gegen den HSV. Aufgrund seiner Gewandtheit und Sprungkraft machte er sich schnell als „serbischer Panther“ einen Namen.
Als 1963 die Bundesliga gegründet wurde, hatte Ilic die Handschuhe schon an den Nagel gehängt, half aber noch viermal aus, zuletzt im Januar 1964 als 38jähriger - fast auf den Tag genau 15 Jahre nach seinem Debut gegen den HSV