Ozeanflieger und Ballonsportler
Im Jahr 1928 jubelten viele tausend Menschen Hauptmann a. D. Hermann Köhl, Freiherrn Günther von Hünefeld und dem irischen Major James Fitzmaurice zu. Die drei Luftfahrtpioniere hatten in der Junkers W 33 „Bremen“ als erste Menschen den Atlantik von Ost nach West überquert. In einer offenen Limousine stehend fuhren sie an der Tribüne der damaligen ABTS-Kampfbahn vorbei. Dort standen neben Vertretern anderer Parteien bereits auch Mitglieder der NSDAP.
Unter der Regie der Nationalsozialisten kamen zehn Jahre später tatsächlich Flugobjekte auf den Rasen. Beim „Tag des Ballonsports“ im Jahr 1938 stiegen sechs Freiballons aus der Bremer Kampfbahn, wie das Stadion zwischen 1934 und 1945 hieß, empor – beschriftet mit Zielorten wie Reichshauptstadt Berlin, Düsseldorf oder Nordmark.
Nikolausabsturz und Hubschraubereinsatz
Ein eher unfreiwilliger „Landeanflug“ ereignete sich am Nikolaustag 1996 in der Westkurve. Ein Schoko-Weihnachtsmann traf dabei den Kopf eines Zuschauers. Eigentlich sollten 24 Freeclimber des Bremer Alpenvereins nach ihrem Abseilen vom Stadiondach Süßigkeiten verteilen. Doch drei der Kletterer verfingen sich mit ihren Bärten in den Seilen, und einer von ihnen entschied sich in höchster Not, seine Ladung vorzeitig abzuwerfen. Der getroffene Zuschauer musste im Krankenhaus wegen einer Platzwunde versorgt werden und erntete bei der Schilderung des Unfallhergangs ungläubige Blicke.
Ganz planmäßig und ohne Zwischenfälle verlief dagegen der bislang jüngste Besuch von oben: Am 31. Juli 2025 kreiste ein Hubschrauber über dem Stadiongelände und ließ ohne selbst zu landen seine Last ordnungsgemäß zu Boden: sechs neue Flutlichtmasten für die Trainingsplätze neben dem Weserstadion.